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Mont Saint Odile

Der Odilienberg ist, zusammen mit der Kathedrale von Straßburg, eines der geistigen und religiösen Zentren des Elsass. Als stark besuchter Wallfahrtsort christlicher Pilger erreicht der Odilienberg eine Höhe von 764 Meter. Es befindet sich in der Nähe des Dorfes Ottrott im Department Bas-Rhin und wird vom Kloster Hohenburg dominiert.

Eine turbulente Geschichte voll von wundersamen Legenden.

Die legendenumwobene Geschichte von St. Odilienberg reicht bis in das Mittelalter zurück. Unter der Herrschaft von Dagobert II. erwartet Etichon, Herzog von Elsass, sein erstes Kind auf Schloss Hohenburg und betet dafür, dass es ein Sohn werde. Aber seine Enttäuschung ist riesengroß als ihm ein Mädchen, noch dazu blind, geboren wird. Von seinem Vater verstoßen, wurde es von der Mutter nach Burgund in das Kloster von Palme gebracht.
Bei seiner Taufe im Alter von 12 Jahren erhielt das Kind auf wundersame Weise sein Augenlicht wieder und wurde "Odile" genannt. Nachdem Odile zu ihren Eltern zurückgekehrt war, versuchte ihr Vater mit allen Kräften sie zu verheiraten. Odile floh davor bis in den Schwarzwald. Von Reue ergriffen, bot Etichon später die Hohenburg seiner Tochter Odile an, die es in ein Kloster umwandelte. Der Legende nach hätte Odile mit ihrem Stab an einen Felsen geklopft, worauf aus diesem Wunderwasser zur Heilung für Augenprobleme hervorgesprudelt sei und Odile somit zu heiligen Wunderheilerin wurde.